19.05.2020

Auf dem Heimweg beobachte ich eine Frau, die ein Frettchen an der Leine führt. Beide gehen eine Weile spazieren. An einer angrenzenden Grünfläche fängt das Frettchen plötzlich an deutlich schneller zu laufen und sich aufgeregt im Gras zu wälzen. Die darin steckende Lebensenergie wirkt auf mich so kraftvoll und befreit, dass ich überlege, wo sich das Frettchen sonst aufhält. Die Dame blickt wartend in der Gegend umher, schaut wieder zu ihrem Frettchen und beginnt vorsichtig an der Leine zu ziehen. Ich höre ein leises Einrasten der verstellbaren Leine und sehe, wie die Dame nun etwas bestimmter zieht und etwas zu dem Frettchen sagt, was ich nicht verstehe. Plötzlich fällt mir eine lustige Frettchen-Geschichte ein, die ich meiner Oma oft erzählt habe. Dann sehe ich wieder zu dem Tier. Es scheint an dem Zug auf der Leine keinen Gefallen zu finden. Es zieht zur Wiese und bewegt sich als wäre es nicht angeleint. Die Dame hält dagegen und wirkt nun etwas ungehalten. Nun entsteht ein sanftes Tauziehen zwischen der Dame und dem Frettchen. Ich frage mich, wer von beiden jetzt lieber allein unterwegs wäre.

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