18.05.2020

Im Friseursalon werde ich gebeten, gleich Platz zu nehmen. Ich mag diese Gelegenheit, in der ich mich länger als gewohnt im Spiegel betrachten kann, ohne dass es mir unangenehm ist, weil jemand dabei ist. Im Fahrstuhl sieht das anders aus. Da sind diese Momente nur von kurzer Dauer und sie haben etwas von dem Gefühl, gleich erwischt zu werden. Auf dem Friseurstuhl hat der Blick in den Spiegel so etwas angenehm beiläufiges. Manchmal beobachte ich auch die Friseurin oder sie hält während der Unterhaltung kurz inne, sieht in den Spiegel und dann treffen sich unsere Blicke. Diese Situationen sind so seltsam wie zauberhaft.

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